Dimension 01 von 07 · KI-Management

Governance und Recht.

KI-Governance regelt, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie das dokumentiert wird. Hier entscheidet sich, ob ein KI-Projekt trägt oder zum Haftungsfall wird. Deshalb ist Governance die erste der sieben Dimensionen, nicht die letzte.

Der Begriff

Was KI-Governance umfasst.

KI-Governance ist die Gesamtheit von Richtlinien, Prozessen und Strukturen, die sicherstellen, dass künstliche Intelligenz in einem Unternehmen verantwortungsvoll und regelkonform eingesetzt wird. Sie legt fest, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie Verstöße auffallen, bevor sie teuer werden.

Ohne Regeln entsteht Schatten-KI.

Der Rahmen dafür ist gesetzt. Der EU AI Act, die KI-Verordnung der Europäischen Union, stuft KI-Systeme in Risikoklassen ein und knüpft daran gestaffelte Pflichten. Parallel regelt die DSGVO jeden Umgang mit personenbezogenen Daten, auch durch KI.

Die Termine

Was wann gilt.

Die Pflichten aus dem EU AI Act greifen gestaffelt. Drei Stichtage sind gesetzt.

Feb 2025

Die Verbote des EU AI Act gelten. Dazu die Pflicht zu nachweisbarer KI-Kompetenz der Mitarbeitenden nach Artikel 4.

2. Aug 2026

Die Transparenzpflichten kommen dazu.

Dez 2027

Bis dahin folgen die Vorgaben für Hochrisiko-Systeme, gestaffelt.

Die DSGVO gilt daneben unverändert für alle personenbezogenen Daten. Die Pflicht zur KI-Kompetenz nach Artikel 4 deckt die KI-Schulung ab.

In der Praxis

Fünf Schritte, aus denen Governance-Arbeit besteht.

Das ist die Arbeit, die hinter dem Begriff steckt.

01

Bestandsaufnahme

Welche KI-Systeme laufen im Haus, offiziell und inoffiziell.

02

Einstufung

Jedes System kommt in eine Risikoklasse des EU AI Act, samt der Pflichten, die daraus folgen.

03

Klare Regeln

Was Mitarbeitende mit KI dürfen, was nicht, und mit welchen Daten.

04

Zuständigkeit

Eine benannte Person verantwortet den KI-Einsatz.

05

Dokumentation

Sie hält einer Prüfung stand.

Die EU-AI-Act-Checkliste: zehn Punkte, alle Termine

Aus der Praxis

KI-Governance im echten Fall.

Im Praxisfall Paketlogistik war die Einstufung der erste Schritt. Routenoptimierung ist kein Hochrisiko-System. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, EU-Hosting und der Verzicht auf personenbezogene Leistungsbewertung der Fahrer machten den Einsatz rechtlich sauber, bevor die erste Route gerechnet wurde.

EU AI ActDSGVORisikoklassenComplianceEthik

Der ganze Praxisfall im Überblick der sieben Dimensionen

Häufige Fragen

Was Unternehmen zur KI-Governance fragen.

Was ist KI-Governance?

KI-Governance ist die Gesamtheit von Richtlinien, Prozessen und Strukturen, die sicherstellen, dass künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und regelkonform eingesetzt wird. Sie legt fest, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie die Einhaltung dokumentiert wird.

Welche KI-Pflichten hat ein Unternehmen heute schon?

Seit Februar 2025 gelten die Verbote des EU AI Act und die Pflicht zu nachweisbarer KI-Kompetenz der Mitarbeitenden (Artikel 4). Ab dem 2. August 2026 kommen Transparenzpflichten dazu, die Vorgaben für Hochrisiko-Systeme folgen gestaffelt bis Dezember 2027. Die DSGVO gilt daneben unverändert für alle personenbezogenen Daten.

Braucht jedes Unternehmen KI-Richtlinien?

Sobald Mitarbeitende mit KI arbeiten, ja. Ohne Regeln entsteht Schatten-KI: Werkzeuge, die niemand freigegeben hat, mit Daten, die dort nicht hingehören. Eine KI-Richtlinie klärt, was erlaubt ist, was nicht, und wer entscheidet. Das schützt das Unternehmen und gibt den Mitarbeitenden Sicherheit.

Nächster Schritt

Wo steht Ihr Unternehmen bei der KI-Governance?

Der Reifegrad-Check zeigt es, für alle sieben Dimensionen in einem strukturierten Gespräch. Ehrliche Einordnung, kein Pitch.

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