01
Szenario-Rechnung
Ich rechne den besten Fall, den erwarteten Fall und den schlechten Fall. Dazu den Punkt, ab dem das Vorhaben kippt.
Dimension 03 von 07 · KI-Management
Nicht jedes KI-Vorhaben rechnet sich, und manche Risiken zeigen sich erst im Betrieb. Diese Dimension macht sie sichtbar, bevor Budget gebunden wird.
Der Begriff
Die wirtschaftliche KI-Risikoanalyse bewertet die unternehmerischen Risiken eines KI-Vorhabens, bevor investiert wird: Fehlinvestition, Abhängigkeit von einzelnen Anbietern, laufende Kosten, Betriebs- und Reputationsrisiken. Sie rechnet Szenarien statt nur den besten Fall und macht ein Vorhaben damit kalkulierbar.
Ein Vorhaben, das nur im besten Fall positiv ist, ist keine Investition, sondern eine Wette.
Der beste Business-Case ist wertlos, wenn er nur im besten Fall funktioniert. Deshalb gehört zu jeder Investitionsentscheidung die Gegenrechnung. Was passiert, wenn die Lizenz teurer wird, der Effekt kleiner ausfällt oder der Anbieter die Bedingungen ändert?
In der Praxis
Jedes davon lässt sich vorher beziffern. Genau das ist die Arbeit, die hinter dem Begriff steckt.
01
Ich rechne den besten Fall, den erwarteten Fall und den schlechten Fall. Dazu den Punkt, ab dem das Vorhaben kippt.
02
Was kostet der Wechsel, wenn der Anbieter Preise erhöht oder den Dienst einstellt?
03
Laufende Lizenz- und Nutzungskosten, die mit dem Erfolg mitwachsen.
04
Was passiert im Tagesgeschäft, wenn das System ausfällt?
05
Welche Fehler einer KI würden Kunden oder die Öffentlichkeit treffen?
Aus der Praxis
Im Praxisfall Paketlogistik habe ich gegengerechnet. Ich habe zwei schlechte Fälle angesetzt, und beide trägt die Rechnung.
20 Prozent
So viel teurer wurde die Lizenz im schlechten Fall angesetzt.
3 Punkte
Nur drei Punkte Servicegewinn statt der erwarteten Wirkung.
24.000 bis 31.300 €
Bleibt in diesen Fällen pro Jahr trotzdem positiv stehen.
Erst diese Szenarien machten die Entscheidung belastbar. Der ganze Praxisfall im Überblick der sieben Dimensionen
Häufige Fragen
Die vier größten: Fehlinvestition in ein Vorhaben ohne echten Nutzen, Abhängigkeit von einem einzelnen Anbieter, laufende Kosten, die mit der Nutzung wachsen, und Betriebsrisiken, wenn Prozesse von einem System abhängen, das ausfallen kann. Dazu kommt das Reputationsrisiko durch sichtbare KI-Fehler.
Mit Szenarien statt einer einzigen Zahl: Wie sieht die Rechnung im erwarteten Fall aus, wie im schlechten, und ab welchem Punkt kippt das Vorhaben. Dazu die Abhängigkeitsfrage: Was kostet ein Anbieterwechsel. Ein Vorhaben, das nur im besten Fall positiv ist, ist keine Investition, sondern eine Wette.
Die Situation, dass ein Unternehmen einen KI-Anbieter nicht mehr ohne erhebliche Kosten wechseln kann, weil Prozesse, Daten und Schnittstellen an ihm hängen. Sie wird zum Risiko, wenn der Anbieter Preise erhöht, Funktionen ändert oder den Dienst einstellt. Gegenmittel: Wechselkosten von Anfang an mitrechnen und Standards bevorzugen.
Nächster Schritt
Der Reifegrad-Check zeigt es, für alle sieben Dimensionen in einem strukturierten Gespräch. Ehrliche Einordnung, kein Pitch.