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Bestandsaufnahme
Welche KI-Systeme laufen im Haus, offiziell und inoffiziell.
Dimension 01 von 07 · KI-Management
KI-Governance regelt, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie das dokumentiert wird. Hier entscheidet sich, ob ein KI-Projekt trägt oder zum Haftungsfall wird. Deshalb ist Governance die erste der sieben Dimensionen, nicht die letzte.
Stand
Der Begriff
KI-Governance, also die Regeln, nach denen KI im Haus benutzt werden darf, ist die Gesamtheit von Richtlinien, Prozessen und Strukturen, die sicherstellen, dass künstliche Intelligenz in einem Unternehmen verantwortungsvoll und regelkonform eingesetzt wird. Sie legt fest, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie Verstöße auffallen, bevor sie teuer werden.
Ohne Regeln entsteht Schatten-KI.
Der Rahmen dafür ist gesetzt. Der EU AI Act, die KI-Verordnung der Europäischen Union, stuft KI-Systeme in Risikoklassen ein und knüpft daran gestaffelte Pflichten. Parallel regelt die DSGVO jeden Umgang mit personenbezogenen Daten, auch durch KI.
Die Termine
Die Pflichten aus dem EU AI Act greifen gestaffelt, seit dem 27. Juli 2026 in der Fassung der Verordnung (EU) 2026/1744. Fünf Stichtage sind gesetzt.
Feb 2025
Die Verbote des EU AI Act gelten. Dazu die Pflicht aus Artikel 4, Maßnahmen für die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu ergreifen.
2. Aug 2026
Die Transparenzpflichten kommen dazu.
2. Dez 2026
Ältere KI-Systeme müssen nachträglich kennzeichnen. Wer sie anbietet, markiert ihre Ergebnisse dann maschinenlesbar als KI. Dazu kommen zwei neue Verbote.
2. Dez 2027
Die Vorgaben für Hochrisiko-Systeme nach Anhang III gelten, etwa in Personalauswahl oder Kreditvergabe.
2. Aug 2028
Die Vorgaben für Hochrisiko-Systeme in regulierten Produkten nach Anhang I gelten.
Die DSGVO gilt daneben unverändert für alle personenbezogenen Daten. Die Maßnahme zur KI-Kompetenz nach Artikel 4 liefert die KI-Schulung, mit dem Zertifikat als Beleg.
In der Praxis
Das ist die Arbeit, die hinter dem Begriff steckt.
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Welche KI-Systeme laufen im Haus, offiziell und inoffiziell.
02
Jedes System kommt in eine Risikoklasse des EU AI Act, samt der Pflichten, die daraus folgen.
03
Was Mitarbeitende mit KI dürfen, was nicht, und mit welchen Daten.
04
Eine benannte Person verantwortet den KI-Einsatz.
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Sie hält einer Prüfung stand.
Aus der Praxis
Im Praxisfall Paketlogistik war die Einstufung der erste Schritt. Routenoptimierung ist kein Hochrisiko-System. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag mit dem Anbieter, EU-Hosting und der Verzicht auf personenbezogene Leistungsbewertung der Fahrer machten den Einsatz rechtlich sauber, bevor die erste Route gerechnet wurde.
Häufige Fragen
KI-Governance ist die Gesamtheit von Richtlinien, Prozessen und Strukturen, die sicherstellen, dass künstliche Intelligenz verantwortungsvoll und regelkonform eingesetzt wird. Sie legt fest, wer über KI entscheidet, welche Regeln gelten und wie die Einhaltung dokumentiert wird.
Seit Februar 2025 gelten die Verbote des EU AI Act. Dazu kommt die Pflicht aus Artikel 4, Maßnahmen für die KI-Kompetenz der Beschäftigten zu ergreifen. Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten. Ab dem 2. Dezember 2026 müssen auch ältere KI-Systeme nachträglich kennzeichnen, und zwei neue Verbote kommen dazu. Die Vorgaben für Hochrisiko-Systeme folgen am 2. Dezember 2027 und am 2. August 2028. Die DSGVO gilt daneben unverändert für alle personenbezogenen Daten.
Sobald Mitarbeitende mit KI arbeiten, ja. Ohne Regeln entsteht Schatten-KI: Werkzeuge, die niemand freigegeben hat, mit Daten, die dort nicht hingehören. Eine KI-Richtlinie klärt, was erlaubt ist, was nicht, und wer entscheidet. Das schützt das Unternehmen und gibt den Mitarbeitenden Sicherheit.
Nächster Schritt
Die Prüfung zeigt es, für alle sieben Dimensionen, schriftlich als Bericht. Das Ergebnis ist eine Einordnung, kein Pitch.